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3 Technik

3.1 Notebook-Konfiguration

3.1.1 Hardware Empfehlungen

Da die Programme auf dem X2Go-Server laufen, und nur das Ergebnis auf das Schülernotebook übertragen wird, spielt die Rechenleistung (fast) keine Rolle!

Unbedingt notwendig ist:

  • WLAN-Karte
  • jeder beliebige Intel oder AMD 32 oder 64 Bit Prozessor mit Standardarchitektur, jedoch
    kein ARM-Prozessor (Microsoft Surface-RT-Tablets mit NVIDIA Tegra Prozessor sind also nicht geeignet)

Wünschenswert sind unabhängig vom Betriebssystem:

  • robuste mechanische Ausführung (Netbooks mit 10 oder 11-Zoll Display sind stabiler und leichter zu transportieren)
  • mindestens 512 MB RAM Arbeitsspeicher
  • möglichst lange Akkulaufzeit
  • eher sparsamer Prozessor

Weitere nützliche Geräteeigenschaften, die aber nicht zwingend erforderlich sind:

  • mattes statt spiegelndes Display, falls man auch im Freien arbeiten will (leider meist nur in den etwas kostspieligeren Business-Modellen anzutreffen)
  • Solid-State-Disk (SSD) als Festplattenspeicher für das Betriebssystem, da dies einen sehr schnellen Start sowohl des Betriebssystems als auch der Programme ermöglicht. Dies ist aber eher für den heimischen Gebrauch relevant, da die Anwendungsprogramme in der Schulumgebung direkt auf dem Server gestartet werden.

Kosten?

  • ein Netbook kostet ca. € 350,- (ein Laptop ca. € 600,-)

Laptop oder Netbook?

  • Für Schüler dürfte ein Netbook aufgrund des geringeren Preises, der höheren Stabilität, der meist längeren Akkulaufzeit und nicht zuletzt auch des geringeren Gewichts im Normalfall besser geeignet sein.
  • Für Lehrer dagegen wird eher ein Laptop (ab 14-Zoll) empfohlen. Zum Anschließen an die zukünftigen digitalen Klassenzimmer-Whiteboards wird ein HDMI Ausgang (und für die älteren Beamer ein VGA-Adapter) benötigt.

3.1.2 Versicherung gegen den Beschädigungs- oder Verlustfall

Es wird aufgrund der höheren Nutzungsintensität und -frequenz je nach Preis und Alter des Notebooks empfohlen, privat eine extra Elektronikversicherung gegen das Risiko einer Beschädigung oder eines Gerätediebstahls abzuschließen. Möglicherweise ist dies je nach Anbieter auch als Erweiterung der Hausratsversicherung möglich.

3.1.3 X2Go-Clientinstallation

a) Windows

Die Installation unter Windows muss als Benutzer mit Administrationsrechten ausgeführt werden.
Man lädt einfach die Installationsdatei x2goclient-4.0.2.1+hotfix1+build4-setup.exe herunter und installiert sie als Benutzer mit Administratorrechten. Falls man beim ersten Starten des Clients danach gefragt wird, muss man in der Firewall die entsprechenden Ports (z.B. Port 22 für die SSH-Verbindung) erlauben.

b) Mac OS X

Zuerst benötigt man den einen sogenannten X-Server. Diesen erhält man derzeit unter XQuartz-2.7.6.dmg.
In den Einstellungen des X-Servers müssen remote sessions und für Vollbildsitzungen die Option root screen aktiviert werden.
Anschließend lädt man einfach die Installationsdatei x2goclient-4.0.2.0.dmg herunter und installiert diese.
In den Systemeinstellungen muss noch Remote login aktiviert werden.
Vor dem Start des X2Go-Clients muss zuerst der X-Server gestartet werden.

c) Ubuntu-Linux

<svgimage> <?xml version=„1.0“ encoding=„UTF-8“ ?> <svg xmlns=„http://www.w3.org/2000/svg“ xmlns:xlink=„http://www.w3.org/1999/xlink

   width="640px" height="260px">
<rect id="hintergrundflaeche" x="0" y="0" width="640px" height="260px"
      style="fill:#f5f5f5;stroke:white;stroke-width:1px;">
  <animate id="hintergrundflaeche_weiss" attributeName="fill"
           from="#f5f5f5" to="white" fill="freeze"
           begin="version_z4_2.end" dur="2s" />
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<text id="xp_ende" x="20px" y="60px" fill="#f5f5f5"
      style="font-family:Arial;font-size:48px;">
  Windows XP läuft aus...
  <animate id="xp_ende_z1" attributeName="fill"
           from="#f5f5f5" to="darkred" fill="freeze"
           begin="1s" dur="2s" />
  <animate id="xp_ende_z1_2" attributeName="fill"
           from="darkred" to="grey" fill="freeze"
           begin="xp_ende_z1.end" dur="2s" />
  <animate id="xp_ende_z1_3" attributeName="fill"
           from="grey" to="lightgrey" fill="freeze"
           begin="version_z4_2.end" dur="2s" />
</text>
<text id="xp_ende" x="20px" y="120px" fill="#f5f5f5"
       style="font-family:Arial;font-size:48px;">
  ...ersetze es jetzt durch:
  <animate id="ersetze_z2" attributeName="fill"
           from="#f5f5f5" to="darkred" fill="freeze"
           begin="xp_ende_z1.end" dur="2s" />
  <animate id="ersetze_z2_2" attributeName="fill"
           from="darkred" to="grey" fill="freeze"
           begin="ersetze_z2.end" dur="2s" />
  <animate id="ersetze_z2_3" attributeName="fill"
           from="grey" to="lightgrey" fill="freeze"
           begin="version_z4_2.end" dur="2s" />
</text>
<a xlink:href="http://linuxmint.com/" target="_blank"><text id="xp_ende" x="20px" y="196px" fill="#f5f5f5"
       style="font-family:Arial;font-size:56px;font-weight:bold;">
  linuxmint.com
  <animate id="linuxmint_z3" attributeName="fill"
           from="#f5f5f5" to="darkred" fill="freeze"
           begin="ersetze_z2.end" dur="2s" />
  <animate id="linuxmint_z3_2" attributeName="fill"
           from="darkred" to="darkgreen" fill="freeze"
           begin="linuxmint_z3.end" dur="2s" />
</text></a>
<text id="xp_ende" x="20px" y="232px" fill="#f5f5f5"
       style="font-family:Arial;font-size:18px;">
  Download > All versions > aktuellste Versionsnummer > Mate (64-bit)
  <animate id="version_z4" attributeName="fill"
           from="#f5f5f5" to="darkred" fill="freeze"
           begin="linuxmint_z3.end" dur="2s" />
  <animate id="version_z4_2" attributeName="fill"
           from="darkred" to="darkgreen" fill="freeze"
           begin="version_z4.end" dur="2s" />
</text>

</svg> </svgimage>

Wir empfehlen Schülern (oder Lehrern ohne Linux-Know-How) die Verwendung der Linux-Version LinuxMint Qiana 17 (welches auf der gleichen Ubuntu-Version wie die Systeme in der Schule basiert), da dieses standardmäßig bereits alle für Einsteiger relevanten Multimediacodecs und Gerätetreiber von Haus aus mitbringt und in der Mate-Edition auch bereits eine traditionelle Desktop-Umgebung. Falls das Notebook bzw. der heimische PC mehr als 4 GB Arbeitsspeicher besitzt, sollte man die 64-Bit Version installieren, ansonsten v.a. auf Geräten die älter als etwa Baujahr 2010 sind eher die 32-Bit Version. Falls man ein sehr altes Gerät mit einem Prozessor ohne Pae-Unterstützung hat, kann man beim Start des USB-Installationssticks die Space-Taste drücken und anschließend mit der Tab-Taste die Bootoptionen anpassen und um den folgenden Eintrag forcepae ergänzen. Andere Workarounds sind auf der Release-Seite aufgelistet.

Für fortgeschrittene Lehrer, die eine haargenau identische Arbeitsumgebung wie in der Schule auf ihrem Gerät haben wollen, empfehlen wir zunächst eine Grundinstallation der Linux-Version Ubuntu Trusty 14.04 LTS. Eine ausführliche Konfigurationsanleitung für alle auch in der Schule benötigten Programme wird hier angeboten.
Beide Linux-Versionen besitzen den gleichen technischen Unterbau und werden bis 2019 mit Updates versorgt.

Nur falls die Installation wie im Schulnetz hinter einem Proxy ausgeführt wird, muss zunächst die entsprechende Umgebungsvariable exportiert werden. Am Ende jeder Befehleingabezeile muss einmal die Eingabetaste Enter gedrückt werden.

export http_proxy=http://proxy.kga.lokal:8080/
export https_proxy=http://proxy.kga.lokal:8080/

Zu Hause entfällt der obere Schritt und es wird für eine aktuelle Version des X2Go-Clients gleich das Personal Package Archive PPA zu den Paketquellen hinzugefügt. Anschließend wird der Client über die Paketverwaltung installiert.

sudo add-apt-repository ppa:x2go/stable
sudo apt-get update
sudo apt-get install x2goclient

Anschließend findet man im Menü Internet den Eintrag X2Go Client.

Falls man nicht jeden Befehl einzeln eingeben möchte, kann man die oben angegebenen Befehle auch gesammelt als Skript herunterladen und dann im Terminal als Benutzer root ausführen:

installx2go.sh
#!/bin/bash
myproxy='' ## leer lassen für zu Hause oder 'http://proxy.kga.lokal:8080/'
export http_proxy="${myproxy}"
export https_proxy="${myproxy}"
add-apt-repository ppa:x2go/stable
apt-get update
apt-get install --yes --allow-unauthenticated x2goclient

Falls man dieses Skript installx2go.sh ins Verzeichnis Downloads heruntergeladen hat, kann man es im Terminal mit den folgenden Befehlen als Benutzer mit Root-Rechten ausführen:

cd Downloads
chmod +x installx2go.sh
sudo ./installx2go

3.2 Schulische Infrastruktur

3.2.1 Netzwerk einschließlich WLAN (Entwurf)

3.2.2 Medienausstattung in den Klassenräumen (Entwurf)

3.2.3 X2Go-Serverinstallation

a) Grundinstallation und Programmauswahl

Eine ausführliche Anleitung zur Installation aller im schulischen Umfeld relevanten Anwendungsprogramme stellen wir hier bereit.

Um ein Herunterfahren des Servers durch den Benutzer zu verhindern, installiert man das Paket molly-guard

sudo apt-get install molly-guard

und legt im Verzeichnis /etc/molly-guard/run.d/ eine neue Datei 99-prevent-all an mit dem Inhalt:

99-prevent-all
#!/bin/sh
exit 1

b) Benutzerverwaltung

Einen Skriptgenerator für das Anlegen der Serverbenutzer stellen wird hier zur Verfügung.

3.2.4 Minimal-Linux-PCs nur mit X2Go-Client

a) automatischer Start des X2Go Clients

Zunächst führt man eine Ubuntu Minimalinstallation (auch von CD-ROM startbar, falls ein sehr altes Gerät das Booten von einem USB-Stick noch nicht unterstützt) noch völlig ohne Benutzeroberfläche durch und legt in deren Verlauf einen Benutzer administrator an. Anschließend installiert man die folgenden Pakete nach:

sudo add-apt-repository ppa:x2go/stable
sudo apt-get update
sudo apt-get install xserver-xorg xorg autofs sshfs x2goclient acpi

Anschließend legt man im Verzeichnis /etc die Datei an:

rc.local
#!/bin/sh -e
#
# rc.local
#
# This script is executed at the end of each multiuser runlevel.
# Make sure that the script will "exit 0" on success or any other
# value on error.
#
# In order to enable or disable this script just change the execution
# bits.
#
# By default this script does nothing.
 
(/bin/sleep 3; /bin/su administrator --command /opt/kga/bin/startx2go.sh) &
 
exit 0

Das Verzeichnis /opt/kga/bin wird angelegt mit:

sudo mkdir --parents /opt/kga/bin

Darin wird die Datei gespeichert:

startx2go.sh
#!/bin/bash
export LC_ALL=de_DE.UTF-8
export LANGUAGE=de_DE.UTF-8
export LANG=de_DE.UTF-8
#setxkbmap -model pc105 -layout de
 
export PATH=/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/sbin:/bin
 
startx

Ins Home-Verzeichnis des Benutzers Administrator /home/administrator wird die (verborgene) Datei .xinitrc angelegt:

.xinitrc
#!/bin/bash
x2goclient --maximize --thinclient
## mit den zusätzlichen Optionen --session=x2goverwaltung --no-session-edit
## kann man bereits eingerichtete Sitzungen als Standard festlegen

b) Lokale USB-Sticks automatisch einbinden

Das lokale Zielverzeichnis zum Einhängen wird einmalig angelegt mit:

sudo mkdir --parents /automnt/usb-stick

Im Verzeichnis /etc/udev/rules.d wird (für FAT32 formatierte Sticks) die neue Datei 80-usbdevice.rules angelegt mit dem Inhalt:

80-usbdevice.rules
RUN=+="/bin/mount -t vfat -o umask=007,flush,users /dev/sdb1 /automnt/usb-stick"
technik.txt · Zuletzt geändert: 2014/09/17 11:19 von jakj